Akne Vulgaris

Die Akne ist eine Hauterkrankung ausgehend von den Talgdrüsen, insbesondere im Gesicht, an der Brust und am Rücken. Durch besondere Faktoren tritt eine Überfunktion der Talgdrüsen ein. Diese führt zu einer Vergrößerung, Entzündung sowie einer bakterielle Besiedelung dieser Hautorgane.

Als Folge schwerer Akne Erkrankungen können sogenannte Aknenarben entstehen. Ein begünstigender Faktor bei der Narbenbildung ist das aufkratzen und ausdrücken von Pickeln. Die Therapie dieser entstandenen Aknenarben kann auf verschiedenste Arten erfolgen. Sprechen Sie uns an, wir helfen Ihnen gerne.

 

Ursachen

Die Funktion der Talgdrüsen ist stark abhängig von den (Sexual-) Hormonen des Körpers. So tritt die Erkrankung insbesondere in der Pubertät auf, während der vorübergehenden hormonellen Umstellung des Körpers. Die Akne Vulgaris kann aber auch im Erwachsenenalter ausbrechen, wenn Hormone, die Empfindlichkeit der Talgdrüsen beeinflussen. Die Ursachen für eine derart veränderte Hormonempfindlichkeit müssen im Einzelfall abgeklärt werden.

Bestimmte Nahrungsmittel, Stress sowie witterungs- und jahreszeitliche Einflüsse können den Verlauf negativ beeinflussen. Im Sommer ist in der Regel ein günstiger Verlauf zu erwarten (u.a. wegen des Sonnenlichts), während in der Herbst- und Winterperiode, durch trockene Heizungsluft die Talgdrüsen aktiviert werden und sich dadurch die Akne verschlechtert.

Therapie

  • Äußerliche Behandlung: Diese Behandlung hat das Ziel, die Talgdrüsen zu verkleinern, die Bakterien in den Talgdrüsen abzutöten und die Überaktivität der Drüsen zu regulieren. In der Anfangsphase kann es häufig zu einer vorübergehenden Austrocknung der Haut und zum Teil auch zu Rötungen und einem brennenden Gefühl kommen. Diese unangenehmen Wirkungen dauern jedoch in der Regel nur etwa zwei Behandlungswochen an. Sie sind nicht Ausdruck einer Unverträglichkeit gegen die Salben.
  • Äußere antibiotische Lösungen werden eingesetzt, um die bakterielle Besiedelung der Talgdrüsen zu behandeln. Diese Substanzen werden vom Körper nicht aufgenommen, sodass keine Gewöhnungseffekte oder andere Nebenwirkungen zu erwarten sind.
  • Innere antibiotische Behandlung: Bei tiefsitzenden Akneknoten reicht die äußerliche Behandlung allein nicht aus. Für einen begrenzten Zeitraum muss daher auch eine innere Therapie durchgeführt werden. Es gibt unterschiedliche, speziell für die Haut abgestimmte Präparate.
  • UV-Bestrahlungen: Diese Bestrahlungen bestehen aus bestimmten Anteilen des Sonnenlichtes. Sie können die Talgdrüsen verkleinern und die Entzündungsreaktionen vermindern. Dieser Effekt ist jedem Akne-Patienten aus den Sommermonaten bekannt.
  • Weitere Medikamente: Zusätzliche Medikamente wie z.B. Roaccutan werden im Einzelfall, insbesondere bei besonders schweren Akneformen eingesetzt. Diese Behandlung bedarf einer eingehenden Unterweisung durch den Arzt.
  • Laser-Therapie (wird von der Krankenkasse in der Regel nicht erstattet).
  • NOZ/Oz-Gesichtsduschen: Verbessern die Durchblutung der Haut und fördern deren Selbstreinigung.

Weitere Maßnahmen

  • Regelmäßige frische Luft
  • Hautreinigung durch spezielle milde Seifen oder synthetische Detergenzien (Syndets), z.B. Zeniac Reinigungsgel oder Effaclor Roche Pasay
  • Gelegentliche Dampfbäder, z.B. mit Kamille
  • Diät-Empfehlungen:
    • Striktes Meiden stark fetthaltiger Speisen wie Schmalz, Speck, fetter Schinken/Wurst, insbesondere Pommes frites und Chips.
    • Einschränkung von Reizstoffen wie starker Kaffee, Essig, Senf
    • Meiden von Thunfisch und Nüssen
    • Einschränkung von konzentrierten alkoholischen Getränken (Schnaps, Likör, Weinbrand usw.)
    • Einschränkung von Süßigkeiten wie Schokolade, insbesondere Nuss-Schokolade

Therapiedauer

Die Behandlung der Akne ist leider fast immer eine langwierige Therapie. In der Regel sind Auswirkungen der Behandlung oder die Effekte einer Therapieumstellung immer erst nach einem Zeitraum von drei Wochen oder mehr zu erwarten. Sie werden in der Regel alle vier bis sieben Wochen wieder von Ihrem Arzt einbestellt, wobei voraussichtlich eine Umstellung der Medikation erfolgt, denn die Akne-Behandlung ist eine „Treppe“. Jeder Schritt der Therapie baut auf den vorhergehenden auf.

Bei Rückfragen oder dem Bedarf nach weiteren Erklärungen, dem Wunsch nach Umstellung einer Behandlung, bei möglichen Unverträglichkeiten gegen die Medikamente o.ä. stehen wir Ihnen jederzeit im Rahmen der Sprechstunde zur Verfügung. Wir werden alles im Rahmen unserer Möglichkeiten tun, um Ihnen bei der Überwindung dieser Erkrankung zu helfen.