Keloid-/ Wulstnarben

Insbesondere nach Verletzungen und Operationen, aber auch spontan kann es zu einem übermäßigen Wachstum von Fibroblasten (=bewegliche, im Bindegewebe vorkommende Zellen) kommen. Das Hautniveau wird dann von einem gutartigen Tumor überragt, dem Keloid.

Nicht zu verwechseln ist eine Keloid-Narbe mit der sogenannten hypertrophen Narbe, bei der es aufgrund von Wundheilungsstörungen zu einer Wulstbildung der Narbe kommen kann. Die Keloid-Narbe kann sich auch über die ursprüngliche Verletzung hinaus auf unbeschädigte Haut ausdehnen.

Therapie

In der Regel wird zunächst versucht mittels lokal wirksamer Corticus Steroide eine Besserung zu erreichen, während die alleinige chirurgische Therapie mittels Entfernung des Keloids nur noch selten Anwendung findet, da es dann in der Regel zu einer erneuten Keloidbildung im Narben Bereich kommt. Insofern ist eine anschließende Injektion von Corticus Steroiden oder Interferonen erforderlich um ein Rezidiv zu verhindern. Ggf. sind alternative chirurgische Methoden wie Gewebetransplantationen oder die Verwendung von Spalthaut denkbare Therapiekonzepte.
Auch mittels Kompressionsbandagen kann durch die Ausübung eines lokal wirksamen Druckes versucht werden die Narbe über einen längeren Zeitraum abzuflachen. Wenn auch eher langwierig, so kann auch die Kryotherapie Erfolg versprechen, in dem die Läsion eingefroren und somit schrittweise reduziert wird.

Ein moderner Ansatz ist die Narbenbehandlung mittels Lasertherapie.

Ihr Arzt berät Sie gerne über die Vor- und Nachteile der einzelnen Behandlungsmöglichkeiten und findet gemeinsam mit Ihnen die geeignetste Therapiemethode.