Krampfadern

Krampfadern treten normalerweise verstärkt in den Beinen auf, sind mitunter aber auch im Beckenbereich zu finden. Es handelt sich hierbei um erweiterte Venen, die sich unter der Haut verdickt abzeichnen und meist eine geschlängelte Form besitzen. Sie entstehen im oberflächlichen Venensystem der Beine und lassen sich zumeist auf eine Bindegewebsschwäche zurückführen. Krampfadern können unterschiedliche Ausprägungen haben, je nachdem wie stark die Erweiterung der Venen fortgeschritten ist.

 

Neben einer Bindegewebsschwäche können auch andere Faktoren wie Übergewicht, Mangel an Bewegung oder lang anhaltende stehende Tätigkeiten die Entstehung von Krampfadern begünstigen. Entgegen der allgemeinen Vorstellung sind von Krampfadern keineswegs ausschließlich Frauen betroffen, auch wenn diese durch verschiedene biologische und hormonelle Voraussetzungen einen größeren Anteil bei den Erkrankten stellen. Die Erweiterung der Venen führt dazu, dass das Blut nicht mehr wie vorgesehen zum Herzen transportiert werden kann.

 

Neben den rein kosmetischen Aspekten sind es vor allem die potentiellen Folgeerkrankungen, welche die therapeutische Behandlung von Krampfadern so wichtig werden lassen. Mögliche Folgeerkrankungen sind:

  • Hautveränderungen
  • Ödeme
  • Ulcus cruris (offenes Bein)
  • tiefe Beinvenenthrombose
  • Lungenembolie

 

Präzise Diagnostik bei Krampfadern

Es existieren unterschiedliche Methoden und therapeutische Ansätze, um Krampfadern schnell und effektiv zu behandeln. Die Wahl der jeweiligen Methode ist abhängig vom individuellen Krankheitsbild und wird bei uns in Abstimmung mit dem Patienten durchgeführt. In unserer Praxis setzen wir moderne Ultraschallgeräte für eine schnelle und präzise Diagnostik ein. Die Untersuchung mittels Ultraschall ist für den Patienten vollkommen schmerzfrei. Als zusätzliches Hilfsmittel können Venenfunktionsmessungen eingesetzt werden, welche die individuelle Diagnose komplettieren. Bindegewebsschwächen, die unter anderem für die Entstehung von Krampfadern verantwortlich sind, können erblich bedingt sein. Deshalb wird in der Phlebologie davon ausgegangen, dass auch eine Veranlagung zu Krampfadern vererbt werden kann. Eine Familienanamnese ist deshalb wichtiger Teil der Diagnostik in der Phlebologie.

 

 

Effiziente Therapie dank frühzeitiger Behandlung

Mithilfe unserer modernen Ultraschall-Diagnostik bringen wir alle relevanten Aspekte der jeweiligen Erkrankung ans Licht, bevor wie einen individuellen Therapie- und Behandlungsplan entwerfen. Hierbei wird grob zwischen der konservativen und der operativen Therapie entschieden. Die konservative Therapie versucht die Erkrankung ohne operative Eingriffe zu behandeln. Hierbei werden meist Salben, Tabletten, medizinische Kompressionsstrümpfe oder auch Verbände eingesetzt. Gerade in den Anfangsstadien können konservative therapeutische Maßnahmen ausreichend sein, um eine Erkrankung zu behandeln.

 

Nicht immer ist aber ein operativer Eingriff zu vermeiden. Auch bei den operativen Methoden der Behandlung von Krampfaderleiden existieren deutliche Unterschiede, wobei die folgenden Maßnahmen zur Wahl stehen:

  • Schaumsklerosierung
  • OP/ Varizenchirurgie (Crossektomie/ Stripping/ Miniphlebektomie)
  • moderne endoluminale Katheterablation

Die Schaumsklerosierung wird vor allem bei kleinen und oberflächlichen Krampfadern angewandt. Es handelt sich hierbei um eine Verödung, bei der eine mit Luft gemischte Flüssigkeit in die Krampfader gespritzt wird. Bei größeren Venen hingegen ist diese Technik nicht anwendbar. In diesem Fall würde das Stripping-Verfahren, die Crossektomie oder auch die moderne endoluminale Katheterablation angewandt werden. All diese Maßnahmen können bei uns bzw. in unserer angegliederten privaten Venomed-Klinik geplant und ambulant durchgeführt werden.