Phlebologie – Venenheilkunde

 

Venen sind im Körper für den Transport des Blutes zum Herzen verantwortlich. Wenn diese Venen krankhaft verändert sind, wird der Bluttransport gestört und verschiedene Krankheitsbilder können entstehen. Aus medizinischer Sicht verantwortlich für die Erhaltung der Gesundheit von Venen ist die Phlebologie, die auch als Venenheilkunde bezeichnet wird. Im Fokus stehen hierbei in der Regel Durchblutungsstörungen venöser Art. Zwar können in der Phlebologie auch arterielle Durchblutungsstörungen erkannt werden, eine Quantifizierung und Therapie derartiger Leiden ist jedoch Aufgabe der Angiologie. Viele venöse Erkrankungen bleiben häufig zunächst unterschätzt, da nicht immer eindeutige Beschwerden auftreten. Tatsächlich sind aber immer mehr Menschen von Venenveränderungen in den unteren Extremitäten betroffen. Auch wenn der Großteil der Patienten von Frauen bestimmt wird, können Venenerkrankungen auch bei Männern auftreten.

 

Venöse Erkrankungen und ihre Abstufungen

Venenerkrankungen sind in verschiedene Kategorien einzuordnen, die in gewissem Sinne als „Stufen“ bezeichnet werden können. Teilweise sind die einzelnen Stufen unabhängig voneinander festzustellen, möglich ist aber auch, dass zunächst harmlos erscheinende Veränderungen später eine schwerwiegende Folgeerkrankung bedingen. Genau aus diesem Grund ist es wichtig, schon im möglichst frühen Stadium bzw. bei kleinen Auffälligkeiten einen Experten zu Rate zu ziehen, um mögliche Risiken von Beginn an zu minimieren.

 

 

Besenreiser

Bildlich gesprochen stehen auf der untersten Stufe die sogenannten Besenreiser. Hierbei handelt es sich um netzartig geformte und sichtbar hervortretende blau-rot gefärbte Blutgefäße in den unteren Extremitäten. Oftmals werden diese lediglich als kosmetisches Problem eingestuft. Um dieses Risiko zu unterbinden und die auffälligen Besenreiser zu entfernen, empfiehlt sich eine kosmetische Behandlung. In kurzen Sitzungen von maximal 20 Minuten können Besenreiser in unserem Venomed Ästhetik und Laserzentrum entfernt werden.

 

 

Krampfadern

Ein Krampfaderleiden, das auch als Varikose bezeichnet wird, bildet die zweite Stufe der Gefäßerkrankungen. Hierbei erweitern sich die Venen im oberflächlichen Venensystem und der normale Bluttransport ist nicht mehr gewährleistet. Krampfadern wurden lange Zeit als rein kosmetischer Makel betrachtet, können jedoch schwerwiegende Folgen mit sich bringen. Eine Behandlung von Krampfadern kann mithilfe konservativer oder operativer Therapien direkt in unseren Praxisräumen durchgeführt werden.

 

 

Tiefe Beinvenenthrombose

Die sogenannte tiefe Beinvenenthrombose bildet die dritte und gleichzeitig auch schwerwiegendste Stufe der Venenerkrankungen. Hierbei kommt es zu einem Gerinnsel innerhalb der tiefliegenden Venen. Der Bluttransport ist nicht mehr gewährleistet und ein vollständiger Verschluss kann entstehen. Eine sofortige Behandlung ist notwendig. Mit unserer modernen Ultraschall-Diagnostik wirken wir dem entgegen.

 

Mögliche Gefahren und Folgeerkrankungen

Venenerkrankungen in den Beinen gehen nicht immer mit konkreten Beschwerden oder Schmerzen einher. Da viele von ihnen durch Betroffene häufig als rein kosmetisches Problem eingestuft werden, ist die Gefahr für schwerwiegende Folgeerkrankungen groß. Auch leichte venöse Veränderungen können langfristig zu starken gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen: Veränderungen der Haut, Schmerzen, Thrombosen, offenes Bein oder sogar eine Lungenembolie sind nur einige der möglichen Folgen. Genau deshalb ist eine schnelle und zielgerichtete Therapie zur Behandlung von venösen Erkrankungen das Ziel der Phlebologie.