Verbrennungen

Durch eine übermäßige Hitzeeinwirkung auf die Haut kann es zu einer entsprechenden Schädigung kommen. Ursachen sind unter anderem heiße Flüssigkeiten, Dämpfe, Flammen, starke Sonneneinstrahlung, Strom oder Reibung. Als Sonderform wird die sogenannte Kälteverbrennung abgegrenzt, die im Grunde genommen eine Erfrierung darstellt, jedoch vergleichbare Schäden wie eine Verbrennung verursacht.

Verbrennungsgrade

Abhängig von den Hautschichten, die geschädigt sind, wird eine Verbrennung in folgende Grade eingestuft:

  • 1. Grad: Schwellung und Rötung der Haut, Schmerzen, vollständig reversibel, betroffene Hautschicht: Epidermis
  • 2. Grad: Blasenbildung und starke Schmerzen, Heilung teilweise nur unter Narbenbildung, betroffene Hautschichten: Epidermis, Corium
  • 3. Grad: Nekrosen, keine Schmerzen (Nervenendigungen zerstört), betroffene Hautschichten: Epidermis, Corium, Subkutis
  • 4. Grad: Verkohlung, keine Schmerzen (Nervenendigungen zerstört) alle Hautschichten sowie die darunter liegenden Knochen betroffen.

Lebensgefährlich kann eine Verbrennung insbesondere ab dem zweiten Grad werden, wenn bei Erwachsenen mindestens 10% der Hautoberfläche geschädigt sind, bei Kindern sogar ab 5% verbrannter Körperoberfläche.
Das Risiko hängt jedoch stark vom Einzelfall ab und ist bedingt durch den Allgemeinzustand des Patienten sowie dessen Alter.

Soforthilfe: Kühlung

Eine Kühlung der Verbrennung sollte unmittelbar nach der Auslösung erfolgen (spätestens nach 5 Minuten).
Zum einen werden dadurch die Schmerzen gelindert, gleichzeitig kann aber auch eine Ausbreitung des betroffenen Areals vermieden werden. Bei großflächigen Verbrennungen ist eine Kühlung nicht unbedingt indiziert, da dadurch auch ein großer Wärmeverlust des Körpers ausgelöst wird. Insbesondere kaltes Leitungswasser sollte zur Kühlung kleinflächiger Verbrennungen verwendet werden. Die Kühlung mit Eis hingegen kann zu Erfrierungen führen.

Weitere Therapie

Bei größeren Verbrennungen muss ein Volumenersatz der verlorenen Flüssigkeit erfolgen. Neben einer Sepsis drohen durch die Effekte des Volumenmangels, sowie der auftretenden Schwellungen nach Verbrennungen und der Immunreaktion des Körpers, auch das Auftreten von Herz-Kreislauf Versagen, Lungenversagen, Nierenversagen, Leberversagen und ähnlichem. Insofern ist bei schweren Verbrennungen eine umgehende Therapie in einer spezialisierten Station und eine kontinuierliche Überwachung ratsam.
Bei einer chirurgischen Akuttherapie steht die Entfernung von abgestorbenem Gewebe, dass sogenannte Debridement im Vordergrund, damit Bakterien und Pilze nicht allzu leicht den Körper befallen können.